Nur 250 Kilometer von Darwin entfernt befindet sich der weltberühmte Kakadu National Park. Üppige Feuchtgebiete, tiefe Schluchten, Wasserfälle und beeindruckende Felsenmalereien der Ureinwohner machen den Park zu einem Muss für einen Besucher des Northern Territorys. Leider ist der Park, der zum Weltkulturerbe ernannt wurde, durch die Ausbreitung der giftigen Agarkröte (Cane Toad) extrem gefährdet. Die Kröte wurde einst 1935 nach Australien eingeführt, um Ungeziefer in den Zuckerrohrplantagen zu bekämpfen und breitete sich dann unkontrolliert aus. Ein fataler Fehler! Die Wasserstellen im Kakadu Nationalpark sind über Kanäle teilweise mit dem Meer verbunden und beherbergen deswegen nicht nur die recht harmlosen Süßwasserkrokodile, sondern auch die gefährlichen Salzwasserkrokodile. Immer wieder kommt es zu Übergriffen auf Menschen. Im Oktober 2002 ist zum Beispiel eine junge Deutsche am Sandy Billabong von einem vier Meter langen Krokodil angefallen und getötet worden. Exkurs: Salzwasserkrokodile Vier Meter ist die „kritische“ Grenze, ab der Krokodile extrem gefährlich sind und man kaum eine Chance hat zu überleben. Krokodile beißen zu und ertränken ihr Opfer dann mit der berüchtigten Todesrolle. Auch wer einen Krokodilbiss überlebt, muss sofort ins Krankenhaus, da schlimme Infektionen über die Bakterien in den Zähnen übertragen werden. Krokodile sind dabei aber auch faszinierende Lebewesen. Sie sind wahre Jagdmaschinen und ihre Form und ihr Verhalten hat sich in den vergangenen 240 Millionen Jahren kaum verändert (nur Schildkröten können dies noch von sich behaupten). Mit freundlicher Genehmigung der InfobahnAustralia und Barbara Barkhausen. |