Nach Ankunft der Europäer |
|
Als Australien besiedelt wurde, wurde es von den
Europäern als Niemandsland angesehen auch „Terra Nullius“ genannt. Aus diesem
Grunde wurden die Ureinwohner, die Aborigines vertrieben und gleichzeitig die
Fähigkeit abgesprochen, Land bewirtschaften zu können. Die Aborigines wurden
als primitive Nomaden gesehen und verfolgt, verjagt und auch getötet. Die
Ureinwohner Tasmaniens wurden dabei innerhalb von ca. 70 Jahren vollständig
ausgelöscht. Dabei wurden auch viele der vermuteten 250 Sprachen der Aborigines
vernichtet.
Die Europäer brachten auch viele Krankheiten mit. Die schlimmsten Krankheiten
waren Masern und Syphilis. Diese Krankheiten trugen ebenfalls zur Dezimierung
der Aborigines bei.
Von ehemals ca. 2 – 3 Millionen Ureinwohnern gibt es zum heutigen Zeitpunkt nur
noch etwa 410.000.
Auch Übergewicht und Diabetes sind bis heute stark verbreitet.
Die Ureinwohner sahen und sehen sich bis heute sich nach und nach entwurzelt
und viele haben bis heute starke psychische Probleme. Der Lebenswille und der
Selbstrespekt sind drastisch gesunken. Viele Aborigines haben sich in Apathie,
Depressionen und Drogen geflüchtet.
Alkohol ist zum heutigen Tage das schlimmste Problem der Aborigines. Meist wird
billiger gepanschter Alkohol verwendet. Die jüngere Generation der Aborigenes
schnüffelt mit Benzin.
Ca. von 1860 bis 1940 wurde versucht, eingefangene Aborigines in abgeschotteten
Reservaten zu halten und ihnen die weisse Lebensart mit der notwendigen
staatlichen Versorgung aufzuzwingen.
Erst 1961 erhielten die Aborigines Wahlrecht in Australien. Ca. 1 Jahr zuvor
wurden sie erst offiziell australische Bürger mit Recht auf Sozialleistungen.
1967 bekamen sie dann endlich alle Bürgerrechte. Ab 1980 erst wurde die
„Rassentrennung“ an den Schulen und in verschiedenen Stadtbezirken aufgehoben.
Ca. 38% der Aborigines gelten als arbeitslos. Die Aborigines gelten ausserdem
als ärmster Teil der Bevölkerung. Ca 70% wohnen in Städten und die meisten
davon haben die ursprüngliche Lebensweise aufgegeben sondern sind „angepasst“.
Ca. bis 1970 wurden die Kinder der Aborigines den Eltern weggenommen und in
weisse Pflegefamilien oder in staatliche Institutionen gegeben.
|
|