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1901 schlossen die sich zuvor voneinander unabhängigen
Kolonien zum Commonwealth of Australia zusammen. Melbourne wurde zur damaligen
Hauptstadt Australiens ernannt. Großbritannien übergab im September 1907 dem
Australische Bund die nahezu vollständige Unabhängigkeit.
Im Jahr 1911 wurde beschlossen, dass nun Canberra die neue Hauptstadt von
Australien werden soll. Zu diesem Zweck wurde das Australian Capital Territory
geschaffen. Es handelt sich hier um eine Enklave die vollständig vom Staat „New
South Wales“ umschlossen wird. Allerdings blieb Melbourne aufgrund längerer
Bauarbeiten in Canberra aber noch bis 1927 Regierungssitz. Ebenfalls in das
Commonwealth übertragen wurde auch das 1863 gegründete Northern Territory.
Dieses wurde aus der Kontrolle der Provinz South Australia genommen. Es handelt
sich hier ebenfalls um eine Enklave.
Australien sandte aufgrund starker Loyalität zu Großbritannien im Ersten als
auch im Zweiten Weltkrieg Truppen nach Europa. Australien hatte im Ersten
Weltkrieg von allen Alliierten im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße die meisten
Gefallenen zu beklagen.
Das britische Parlament verlieh mit dem „Statut von Westminster“ von 1931 den
Dominions des Empire formal die Unabhängigkeit. Das australische Parlament
stimmte dem aber erst 1942 zu.
Nachdem Grossbritanien 1942 eine Niederlage in Asien erfahren musste eine
japanische Invasion drohte, verlagerten sich die militärischen Aktivitäten ab
1942 von Europa auf den australischen Kontinent. Australien wandte sich nun
verstärkt den USA als neuen starken Alliierten zu. Dies wurde 1951 mit dem
ANZUS-Abkommen-Abkommen in Canberra unterzeichnet. Gleichzeitig mit dem
japanischen Friedensvertrag ist dieses 1952 in Kraft getreten. Das ANZUS
Abkommen ist benannt nach den daran teilnehmenden Staaten: Australien,
Neuseeland, USA.
Australien betrieb nach dem zweiten Weltkrieg eine aktive Einwanderungspolitik.
Dies führte zur Massenimmigration aus Europa. Nachdem Australien die weisse
Einwanderungspolitik aufgab, kam es auch aus Asien und anderen Erdteilen zu Massenimmigrationen.
Dies führte unter anderem auch zu wirtschaftlichem Aufschwung.
Großbritannien gab im Jahr 1985/86 mit dem "Australia Act" (ein
Gesetz, dass die Legislative und die Judikative Australiens von den britischen
Institutionen unabhängig machte)die letzten Kompetenzen bezüglich der
australischen Verfassung ab.
1999 stimmte die Bevölkerung mit einer Mehrheit von 55 Prozent gegen die
Schaffung einer Republik und erhielt somit formal die Monarchie.
Die Parlamentswahlen im Jahr 2004 gewann die national-liberale
Koalitionsregierung von Premierminister John Winston Howard.
Ende Oktober 2005 änderte die Regierung Australiens sich von der bisher sehr
liberalen Innnepolitik. Sie verschäfte das Anti-Terrorgesetz. Der australische
Geheimdienstes ASIO (Australischer Sicherheits- und Informationsdienst) sorgte
dafür, dass eine groß angelegte Razzia in den Vorstädten von Sydney und
Melbourne vorgenommen wurde. Hier kam es u.a. zu Verhaftungen von 16
verdächtigen Islamisten. Diese Razzia sollte Verhinderung eines bevorstehenden
Attentats dienen.
In den Jahren 2005 und 2006 kam es in Australien, vor allem jedoch in Sydney,
zu rassistischen Ausschreitungen zwischen weißen Australiern und
libanesischstämmigen Australiern.
Bei dem australischen Bund handelt es sich um eine parlamentarische Monarchie
auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Der Staat ist föderal
organisiert, die einzelnen Bundesstaaten besitzen jeweils eigene Parlamente mit
weitgehenden Kompetenzen zur Gesetzgebung.
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